Das liebe Üben

Heute möchte ich kurz zusammenfassen, wie man effektiv am Instrument übt.
Dass regelmäßiges Üben zum Erlernen eines Instruments gehört, sollte selbstverständlich sein.

Prinzipiell kann man sagen, dass häufigeres und kürzeres Üben besser ist als seltenes, längeres Üben. Bei Kindern, die neu anfangen, sind anfangs fünf bis zehn Minuten pro Tag schon sehr gut. Um gleich eine Struktur zu schaffen, sollte man das Üben zu einer festen Zeit in den Tagesablauf integrieren, wie beispielsweise nach dem Mittagessen. Die Kinder hatten zu diesem Zeitpunkt schon eine kleine Pause von der Schule und können sich wieder einer neuen Aufgabe widmen. Das Üben vor den Hausaufgaben wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Zudem wird das Üben dadurch ins Pflichtprogramm integriert, was den Vorteil hat, dass man nicht abends noch mit seinen Kindern Diskussionen über notwendiges Üben führen muss.

Manch einer ist jetzt vielleicht der Meinung, das Instrumentalspiel sollte nicht auch noch als Pflicht angesehen werden. Jedoch ist eine gewisse Anstrengung, ein „Erlernen des Handwerkszeugs“ absolut notwendig, um dann frei und bereichernd musizieren zu können. Und es macht auch dann nur richtig Spaß. Nichts ist frustrierender für Kinder und Eltern, als wenn der Schüler jahrelang auf der Stelle tritt oder kaum Fortschritte macht.

Hier habe ich nun die wichtigsten Stichpunkte zum effektiven Üben zusammengefasst:

– Konzentration beim Üben.
– Wenn möglich, tägliches Üben.
– Lieber zwei oder drei kürzere Übeeinheiten als eine lange.
– Bei neuen Stücken ganz langsam üben.
– Das Tempo so wählen, dass von Anfang an die richtigen Fingersätze und Phrasierungen umgesetzt werden. Alles andere wäre
Zeitverschwendung.
– Hände auch einzeln üben.
– Nicht immer wieder das ganze Stück wiederholen, sondern einzelne Passagen, die noch nicht funktionieren, gesondert üben (mehrmals
wiederholen).
– Wenn man über eine Stelle stolpert, sollte man analysieren, woran es gelegen hat. Eine Stolperstelle wahllos zu wiederholen und zu
erwarten, dass diese irgendwann funktioniert, hat zumeist nur mit Glück zu tun.
– Wenn eine Passage geübt wird, sollte man diese fünf bis maximal zehn Mal wiederholen, dann zu einer anderen Stelle wechseln, um dann
wieder zurückzukehren. So ist der Lerneffekt am größten.

Für fortgeschrittene Schüler werde ich noch einen gesonderten Artikel schreiben mit den wichtigsten Tipps und Tricks zu technischen Problemen, zum Ausdruck und zur Weiterentwicklung von Stücken, die man über eine Zeitlang ruhen lässt und der erfolgreichen Wiederaufnahme.

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